Schokolade statt Schweinehund: Mein Kampf mit Selbstmotivation und dem Tier in mir

Wie es um meine Selbstmotivation steht? Ganz ehrlich? Der Winter ist hart!

Jedes Jahr aufs Neue fallen mir die Tage um den Jahreswechsel ganz besonders schwer: Die Weihnachtszeit steckt voll guter Ausreden und leckeren Essens. Die Bedingungen sind schlecht wie sonst nie, das Wetter äußerst kalt, die Tage ganz kurz. Und mein innerer Schweinehund hat sich so sehr an Gemütlichkeit gewöhnt, dass er gar nicht mehr vor die Tür will und mich bei jedem Versuch fies anknurrt.

Dieses Jahr fällt es mir besonders schwer: Seit letztem Jahr habe ich einen neuen, in vielerlei Hinsicht sehr fordernden Beruf. Aus sportlicher Sicht sind das meine langen Arbeitszeiten und vor allem die Tatsache, dass ich viel reise. Neulich habe ich ja schon einmal erzählt, wie ich von der Seite meiner Ernährung mit dem Leben aus dem Koffer umgehe: „Fit auf Reisen, oder: Frühstück gegen Speck
Nun ja, was soll’s, das Leben ist hart, aber mein Kopf ist es auch! Wie schaffe ich es, körperlich aktiver zu sein? Wie schaffe ich es, morgens Sport zu machen? Was ist die beste Selbstmotivation zum Sport? Schnell ist die Versuchung da, zu sagen: „Nein, es regnet – da laufe ich lieber nicht.“ „Ach, heute ist es bestimmt glatt – besser nicht!“ „Hm, halb sechs Uhr morgens – das war eine schlechte Idee, ich bleib bis sieben liegen.“ Wer kennt diese Ausreden nicht?! Doch eigentlich ist es ja Selbstbetrug! Und geht es einem nicht immer wieder im Leben so, dass man vor etwas zurückschreckt und es am liebsten sein lassen würde? Aber so geht es nicht, der Schweinehund darf nicht siegen! Sorry, Hasso! Ab heute bist du auf Diät!
Auch wenn es regnet oder schneit: Das ist keine Ausrede – bin ich einmal beim Laufen, merke ich es kaum. Alles nur eine Frage der Selbstmotivation. Gute Kleidung hilft. Und ich muss mir nur in Erinnerung rufen, wie gerne ich laufe und dass es eine Freude ist, wenn ich erst wieder dabei bin. Und erst recht, wenn die Pfunde purzeln. Nicht wahr!? Klappe, Hasso! Und aufs Laufband gehe ich nicht: Das ist mein schlimmster Feind! Das ist für mich nur ein schaler Ersatz for the real thing. Da quäle ich mich drauf, habe keinen Spaß und höre über kurz oder lang frustriert auf. Aber beim Laufen im Freien bin ich in meinem Element.
Ich muss halt das tun, woran ich Freude habe. Mich nicht davon abhalten lassen oder mich selbst davon abbringen, es zu tun. Mich selbst dazu motivieren. Und es dann auch wirklich tun. So einfach ist das!
Und denjenigen unter euch, die an einem Ort leben und arbeiten, rate ich: Sucht euch unbedingt eine Gruppe! Es gibt kein besseres Mittel zur Selbstmotivation als den Gedanken an den amüsiert-verbalen Tritt in den Hintern durch die Laufkollegen, wenn man wieder einmal nicht zum Lauftreff erschienen ist. Wirklich, mit der richtigen Gruppe ist es kinderleicht und macht wunderbar Spaß!
Und wenn ich mal eine sündige Belohnung brauche, ein Leckerli für Hasso – dann rechne ich in Schokolade statt Kalorien und schlemme fröhlich weiter… Eine Stunde Joggen entspricht einer Tafel Schokolade. Bei meiner Laufintensität reicht wohl auch weniger. Also: auf in die Joggingschuhe und danach ran an den Futtertrog! Das nenne ich Selbstmotivation.
Seid ihr fit und gesund ins Neue Jahr gekommen? Wie motiviert ihr euch?
Eure Alex.

7 Kommentare zu Schokolade statt Schweinehund: Mein Kampf mit Selbstmotivation und dem Tier in mir

  1. Ich kenne das, oft hat man wirklich das Gefühl, dass man vorne und hinten keine Zeit für Sport hat. Aber um ehrlich zu sein fühle ich mich nach dem Sport immer total entspannt. Und allein wegen diesem Gefühl, gebe ich mir immer Mühe, dass ich den Sport nicht auf der Strecke lasse.

    Liebe Grüße Anni

    • Hallo Anni,
      ich habe es leider nicht so einfach in der Woche jemanden zum Laufen zu finden! Gerade als Lady traue ich mich nicht ab einer gewissen Uhrzeit alleine unterwegs zu sein. Von daher muss ich morgens in die Laufschuhe. Und es funktioniert irgendwie. Heute allerdings war ich am Nachmittag los – und fühle mich großartig!

      Liebe GRüße,
      Alex.

    • Hallo Jenny,
      es ist doch immer schoen zu lesen, dass es weniger Sportbegeisterte Freunde gibt, die mich „bewundern“ 🙂 Meine Motivation ist Schokolade! Aber das in großen Mengen!

      Bis hoffentlich bald wieder!
      Liebe Grüße,
      Alex.

  2. Hallo Alex.

    Ich glaube fast, in dir steckt ein Teilchen von mir. Diese Ausreden kommen mir so bekannt vor.

    Laufen kann ich nicht, aber ich gehe in richtig strammen Schritt. Gestern war es so kalt und windig. Ach, dachte ich, bleib in der warmen Stube. Und dann meldete sich mein Gewissen und ich bin dick eingepackt raus. Es ist nach ein paar hundert Metern schon ein so schönes Gefühl und ich laufe meinen Gedanken davon. Es macht Spaß und glücklich, wenn mir meine App nach jeden km auf den Rücken klopft.

    Und am nächsten Tag kommen trotzdem wie bei dir die Ausreden wieder in mir hoch. Trotz Freude erst einmal Überwindung.

    Liebe Grüße und du siehst ja, irgendwie bekommen wir uns fast immerin den Griff.

    Sabine

  3. Motivation ist immer schwierig, gerade im Winter. Mich nerven auch diese Erkältungen, gerade war ich eine Woche nicht fit und bin jetzt wieder total raus aus der Routine…

  4. Hut ab! Mein Hasso ist ein Bullemann und wiegt bestimmt 60 Kilo. Er ist schwer zur Seite zu schieben. Manchmal schaffe ich es aber so gut wie du bin ich in der Erziehung meines Schweinehundes noch nicht. Weiter so!

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