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Europa

Rye – Sehenswürdigkeit im Südosten Englands

By Posted on 3 2 m read

Rye – mittelalterliches Städtchen voller Charme

Rye ist ein kleines Küstenörtchen ca. anderthalb Autostunden von Dover und unserem ersten Stop Folkestone entfernt. Wer diesen Ort besucht, taucht ein in das pulsierende Leben einer mittelalterlichen Küstenstadt – und das, obwohl nach tiefgreifenden Verlagerungen der Küstenlinie der Ort mittlerweile drei Kilometer von der Küste entfernt liegt. Der durchfließende Fluss änderte nämlich seinen Weg und als Resultat versandete der Hafen, der einst florierende Seeort geriet ins Binnenland. Wer durch den Ort flaniert, wird bezaubert sein von den zahllosen wunderschönen alten Häusern, dem Kopfsteinpflaster und den bis heute pulsierenden Einkaufssträßchen. Auch wir konnten uns hier nicht zurückhalten und haben ein wunderschönes, handgearbeitetes Sofakissten erstanden – eine schöne Erinnerung an unseren Urlaub. Zahlreiche weitere Shops laden zum Erkunden und Entdecken wärend des Stadtbummels ein.

Die Bewegte Vergangenheit von Rye

Der Mermaid’s Inn erinnert heute an die bewegte Vergangenheit des Ortes als Schmuggler-Hochburg. Im 18. und 19. Jahrhundert trieb hier eine große örtliche Schmugglerbande ihr Unwesen, der Mermaid’s Inn und andere Gebäude waren durch unterirdische Tunnel verbunden, die Versteckmöglichkeiten und Gelegenheit zur schnellen Flucht boten. Das Haus hat sich bis heute die Fassade eines Hauses aus der frühen Neuzeit bewahrt. Gegenüber liegt das House Opposite, gerade so hübsch wie der Mermaid’s Inn hat es der Legende nach seinen Namen daher, dass die nach dem Mermaid’s Inn Suchenden oft an die falsche Tür kamen und von hier an das “house opposite” verwiesen werden mussten.

Das "House Opposite" in Rye

Das “House Opposite” in Rye

Sehenswürdigkeiten – St. Mary’s Church

View of St. Mary's Church at the top of Lion Street, Rye UK

Rye, St. Mary’s Church, Sussex

Größte Sehenswürdigkeit des Ortes dürfte jedoch die St. Mary’s Church sein. Sie stammt aus dem 12. Jahrhundert und ihre Turmuhr wird als die älteste ganz Englands bezeichnet. Aber ganz ehrlich – für mich ist die eigentliche Sehenswürdigkeit der Ort als Ganzes. Dieses Miteinander alter Wohnhäuser, verwinkelter Straße und pulsierenden Lebens oder je nach Standort auch verschwiegener Pfade und still in der Sonne liegender Gärtchen und kleiner Parks machte unseren kurzen Besuch hier zu einem schönen Erlebnis. Schaut euch nur einmal das bezaubernde Kopfsteinpflaster an. Ein echter Absatzkiller, aber sehr atmosphärisch. Gleich nebenan ist ein:

Retro and old fashioned sweet shop mit sugar mice in Rye

Things to do – Tipps und Sehenswürdigkeiten in Folkestone

By Posted on 6 3 m read

Hier gebe ich ein paar schöne Tipps und Sehenswürdigkeiten in Folkestone – damit ihr das Tor zu Südengland richtig genießen könnt.

Folkestone – hervorragende Lage

Folkestone hat eine hervorragende Lage, die es super geeignet macht als Basis für einen Trip auf die Insel mit dem Auto. Wer nämlich aus Deutschland anreist, wird im Laufe des Morgens aufbrechen und je nach Ausgangsort, allgemeinem Verkehrsfluss und Pausen am mehr oder minder späten Nachmittag die Fähre nach England nehmen können. Nach anderthalb Stunden Überfahrt werden wohl die wenigsten noch Lust auf eine ausgedehnte Fahrt quer durch England haben – zumal die Umstellung auf Linksverkehr zunächst einmal doch etwas gewöhnungsbedürftig ist. Also heißt es, Station machen und sich ein schönes Quartier nahe des Ankunftsortes suchen.

Nachtleben in Folkestone

Wir haben uns für das kleine Folkestone entschieden. Das erste, woran ich bei der Küstenstadt Folkestone denke, ist definitv der Hafen: Hier bestand bis 2014 eine Eisenbahnlinie, die sich bis in den Hafenarm hinein erstreckte. Noch im zweiten Weltkrieg war dieser Arm Ausgangspunkt für zahllose Marinesoldaten, die an die Front verschifft wurden. Dieser Arm wurde nun umgestaltet, das ehemalige Bahnhofsgebäude wurde in eine Vielzahl kleiner Pubs umgebaut und das Ergebnis ist unbedingt einen Besuch wert, wenn man in Folkestone übernachtet. Wir haben unsere beiden Abende vor Ort zum Großteil hier verbracht. Besonders die schnuckelige Bar ganz am Ende des Armes im alten Leuchtturm hat es uns angetan. Aber auch die Reihe kleiner Pubs innerhalb des sehr gemütlichen ehemaligen kleinen, langgezogenen Bahnhofsgebäudes ist sehr zu empfehlen. Wir haben hier ein paar sehr leckere Cocktails genießen dürfen.

The Folkestone Harbour

The Folkestone Harbaour

Sehenswürdigkeiten in Folkestone

Darüber hinaus bietet die Stadt eine schöne, auf den Klippen gelegene Promenade, ein aktives Nachtleben und auch ein aktives Künstlerviertel. Besonders schön: Ein Spaziergang auf der dem Arm gegenüberliegenden Hafenseite entlang der Fischerboote, der kleinen Kneipen und hinauf auf den Hügel zum alten Fort des Ortes. Hier ist auch ein kleiner öffentlicher Golfplatz angelegt. Der Blick schweift die Küste entlang hinüber zu den Kreidefelsen von Dover und wer mag, spaziert auf einem kleinen Pfad hinunter zum Strand und den alten Befestigungsanlagen (ein Martello-Turm aus der Zeit der Napoleonischen Kriege – unseren ersten haben wir vor einigen Jahren im irischen Balbriggan gesehen). Wer Lust auf weitere Wanderungen hat, entscheidet sich, entweder dem Küstenpfad am Martello vorbei weiter entlang der Klippen und hin auf die schönen Kreidefelsen zu folgen. Oder er wendet sich von Folkestone aus in die entgegengesetzte Richtung. Hier lockt zunächst eine sehr schöne Promenade, auf der immer viel los ist. An deren Ende müsst ihr der sehr schön gebauten Zickzack-Treppe hinunter an den Strand folgen – oder ihr Beginnt euren Gang von vornherein, vom Hafen aus unten neben dem Strand. Der weitere Weg folgt hier einer sehr hübschen langgestreckten Grünanlage, dem Lower Leas Coastal Park, in der es sich mit richtig mediterranem Gefühl schlendern lässt.

Chummys Folkestone – Tipps where to eat

Wer übrigens nach seiner Fährankunft in Enland gleich zu Beginn seinen Heißhunger auf Fish and Chips stillen möchte, hat dazu direkt am Hafenbecken (sicherlich eine der schönsten Sehenswürdigkeiten in Folkestone) gute Gelegenheit. In der Harbour Fish Bar speißt es sich zwar nicht in sonderlich schönem Ambiente, aber der Fisch ist frisch, heiß und günstig.

Folkestone Art Festival

Sehenswürdigkeiten in Folkestone: Mortello - Folkestone is an Art School

Folkestone is an art school

Sehenswürdigkeiten in Folkestone: Ausstellungsstück Haus - Folkestone is an art school.

Things to do in Folkestone: Folkestone is an art school.

Während unseres Besuches hatten wir das Glück, gerade das alle drei Jahre stattfindende Folkestone Art Festival zu erwischen, das die Sehenswürdigkeiten in Folkestone mehrte. Die ganze Stadt war voller Kunstwerke und auch im Hafenbecken und die Küste entlang fanden sich viele schöne Exponate. So haben wir uns über dieses eigenartige Haus im Hafenbecken erst sehr gewundert – später sahen wir dann, dass in der Umgebung der Stadt noch mehr davon zu finden waren.

Von Folkestone aus sind wir zu den schönsten Zielen an der Südküste Englands gestartet.

Frischverführt im HAUM – Neueröffnung des Herzog Anton Ulrich Museum Braunschweig

By Posted on 13 3 m read

Frischverführt im HAUM? Ja, ich habe mich verführen lassen! Im HAUM und vom HAUM. Das Herzog Anton Ulrich Museum ist wohl eines der sinnlichsten der deutschen Museen. Es rührt, berührt und verführt. Und nach jahrelanger Schließung strahlt es vollkommen neu gestaltet und in frischem Glanz.

HAUM – Spiel der Emotionen

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Ich steuere direkt auf Rembrandts Familienbild zu. Schön zu erkennen: Die farbliche Raumgestaltung im HAUM, hier blau, grün und rot.

 

Das Herzog Anton Ulrich Museum trägt nicht umsonst den Namen seines wichtigsten Sammlers: Er war es, der mit brennender Kunstliebe zusammentrug, was ihn am meisten interessierte: Werke, in denen Leidenschaft und Emotion am deutlichsten hervortreten. Das prägt die Sammlung bis heute. Und die neue Ordnung besonders der Gemälde im frisch renovierten Bau zeigt dies ganz deutlich. Die neue Dauerausstellung spricht den Besucher in ihrer Zusammenstellung nämlich im Herzen an, weniger im Kopf. So ist einer der zentralen Säle um Rembrandts berühmtes Familienbild der Familie in unterschiedlichen Formen gewidmet. Der Besucher sieht ringsum themenbezogen die Gemälde verschiedenster Künstler, die sich der Familie, besonders natürlich der heiligen Familie, widmen.

Rembrandt - Familienbild im HAUM

Rembrandt – Familienbild im HAUM

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So geht Familie auch: Cornelis de Vos – Familienbild im HAUM

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Cornelis de Vos – Familienbild im HAUM

 

Das Mädchen mit dem Weinglas - Vermeer im HAUM

Jan Vermeer – “Das Mädchen mit dem Weinglas” im HAUM

Zwei Schritte vorher setzt ein seitlicher Saal ein, der gruppiert um Vermeers “Das Mädchen mit dem Weinglas” das Thema der Verführung spielt. Ringsum wiegt das Spiel zart kaum verhüllter Körper, der Lust und kecker Avancen. Emotion desgleichen in den weiteren Räumen: Es wird gestorben (so in Fiorentinos “Sterbende Kleopatra” oder Pretis “Tod der Dido”), gemordet (in Rubens “Judith mit dem Haupt des Holofernes”) und gerafft (de Vos’ “Allegorie der Vergänglichkeit”).

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Rosso Fiorentino – “Sterbende Kleopatra” im HAUM

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Mattia Preti – “Tod der Dido” im HAUM

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Hans von Aachen – “Die drei Grazien” im HAUM

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HAUM – Spiel der Farben

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Neben dem Herzen dringt das HAUM dem Besucher bei Eintritt auch direkt in den Seenerv: Kahle, weiße Wände wird der Gast in der Gemäldesammlung vergebens suchen. Die hohen Wände (in den zentralen Räumen zweistöckig) sind mit spezial angefertigten, farblich exakt abgestimmter textiler Bespannung versehen, die die alten Meister ganz besonders zum leuchten bringt. Besonders fällt dies auf in einem Raum mit goldgegründeten Andachtstafeln auf kobaltblauer Bespannung. Der Hintergrund bringt die aufgebrachten Gemälde erst richtig zum Leuchten. Einzige Ausnahme ist der oben genannte Vermeer, dessen Kombination aus rotem Kleid, blauem Tischtuch und gelbem Obst nur auf Taubengrau so recht zur Geltung kommt.

HAUM – Sammlung der Neuzeit

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Die Malerei ist sicherlich mein Liebling im HAUM, doch findet sich im renovierten Bau natürlich auch so manches andere. So sind im zweiten Stock Porzellan, Möbel und Skulpturen zu sehen. Lediglich an der winzigen Sammlung von Textilien strebe ich mit leichtem Schauder schnell vorbei. Nennt mich einen Banausen, aber ich finde hierzu einfach keinen Zugang. Ich denke zurück an eine Ausstellung in der Kunsthalle Bielefeld, die sich ausschließlich der textilen Kunst widmete. So schnell habe ich ein Museum noch nie wieder verlassen.

Nicht so im HAUM. Unser Aufenthalt von zwei Stunden reicht allenfalls aus, eine grobe Orientierung zu gewinnen. Doch ich kann schon sagen: Es lohnt sich, hier mehr Zeit einzuplanen. Auch für Abwechslung wird gesorgt, so im bewusst als krassem Gegensatz zur übrigen Ausstellung gestalteten Raum zur “Intervention” junger Kunst, in dem derzeit Wolfgang Petrick im Wunderspiegel den Ground Zero thematisiert. Zumal im neugestalteten Museum auch mehr Raum für Sonderausstellungen vorgesehen ist. So wie vermutlich um die 700 weitere Museen in Deutschland wird auch das HAUM sich nächstes Jahr den 500 Jahren Reformation widmen und 2017 “Im Aufbruch – Reformation 1517 – 1617” zeigen. Es bleibt also spannend im Herzog Anton Ulrich Museum in Braunschweig. Frei nach dem neuen Motto:

Verführung garantiert!

Unser Gruppenbild von der Bloggerreise:

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Ein großes Dankeschön an das Herzog Anton Ulrich Museum für die private Führung und an das Stadtmarketing Braunschweig! Ulli schreibt auf Zypresse unterwegs von ihrer Stadtführung in Braunschweig. Jessy von Life Style Check berichtet in ihrem Beitrag von der Verführung zum Staunen.

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Frischverführt – Die Bloggergruppe vor Vermeers “Das Mädchen mit dem Weinglas”