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Wintervergnügen Eislaufen – aber sicher!

By Posted on 14 2 m read

Im Winter ist es eines meiner größten Vergnügen auf die Eiswiese im Stadtpark Gütersloh, eislaufen zu gehen. Doch wann ist Eis dick genug zum eislaufen? Wann trägt Eis? Und vor allem – was tun, wenn das Eis noch nicht trägt? Wann ist das Risiko, einzubrechen zu groß und woher weiß ich, wann ich aufs Eis kann? Eine Faustregel, wann Eis dick genug ist, lautet: 15cm bei stehenden Gewässern und 25cm bei fließendnen Gewässern. Aha. Nun also ab mit Bohrer und Zentimetermaß auf den See, Loch bohren und nachmessen? Sicher nicht. Und im Zweifelsfall gilt natürlich: Better to be safe than sorry. Lieber einmal zu wenig aufs Eis gehen. Es lohnt sich, das Lokalradio einzuschalten, bzw. in die Lokalzeitung zu schauen, welche Flächen schon für das Eislaufen geeignet sind.

Ich habe in meiner Kindheit immer abwarten müssen, bis schon einige andere auf dem Eis waren. So habe ich bestimmt einige schöne Eislauftage verpasst – aber es gibt mich noch und ich kann diese Zeilen schreiben! Außerdem solltet ihr immer im Kopf behalten, dass Eis nicht überall gleich dick ist. Gibt es Stellen, an denen das Eis dünner ist als woanders? Wo ist das Eislaufen besonders riskant? Haltet euch von Brücken und ähnlich geschützten Punkten fern. Hier wird es oftmals weniger anhaltend knackig kalt. An Flüssen hütet euch vor Verengungen. Hier fließt das Wasser schneller als woanders und friert schlechter zu. Außerdem frieren Flüsse vom Rand zur Mitte hin zu – also beim Eislaufen besser am Rand bleiben! Hier ist auch Hilfe leichter zur Hand und wenn ihr mal einbrecht, könnt ihr ja vielleicht sogar noch stehen.

Wem diese Fragen alle zu heikel sind, der ist gut beraten, auf kleinen Tümpeln eislaufen zu gehen, oder auf speziellen Flutungen. Bei uns in der Nähe, in Gütersloh, gibt es die sogenannte Eiswiese, die traditionell jeden Winter mit Wasser geflutet wird, sodass sie kontrolliert zufrieren kann. Schon zu vorletzten Jahrhundertwende konnten die Bürger hier eislaufen. Von einem kleinen Fluss wird Wasser zugeleitet; ein Überlauf sorgt dafür, dass die Wassertiefe nicht über knapp 30 Zentimer ansteigt. Im Nu ist die Wiese bei entsprechenden Temperaturen überfroren und lässt auf zwei Hektar viel Raum zum winterlichen Sportvergnügen. Genial, oder? So einfach, wartungsarm und billig kann die öffentliche Hand sonst kaum ein Sportereignis anbieten, oder?

Groß und Klein macht es Spaß – und mir auch, wie man auf den Fotos sieht.