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Tag Archives England

Inselschloss St. Michael’s Mount

By Posted on 2 2 m read
Das Inselschloss St. Michael's Mount, Cornwall

Das Inselschloss St. Michael’s Mount, Cornwall

Inselschloss St. Michael’s Mount in Cornwall

Der Das Meer am St. Michaels Mount vom Land gesehen

St. Michaels Mount vom Land gesehen

Schloss St. Michael's Mount, Cornwall Geheimtipp

Schloss St. Michael’s Mount, Cornwall Geheimtipp

St. Michael’s Mount in prähistorischer Zeit

Der kornische Name des St. Michael’s Mount, “Karrek Loos yn Koos” bedeutet wörtlich “der graue Fels im Wald”. Vielleicht drückt dieser Name eine kollektive Erinnerung aus: Das Klima wandelt sich und bis in die Bronzezeit war St. Michael’s Mount tatsächlich noch von Wald umgeben. Noch heute treten bei außergewöhnlich tiefen Ebbe-Wasserständen noch Spitzen der Überreste dieses ehemaligen Waldes an die Wasseroberfläche. Die ältesten Spuren menschlicher Anwesenheit auf der Insel gehen bis in die Mittelsteinzeit zurück, als Großbritannien noch mit dem europäischen Festland verbunden war und die Insel ein trockener Fels im Wald war. Steinerne Felsbänke werden heute für Verteidigungsanlagen aus dem frühen 1. Jahrtausend v.Chr. angesehen.

St. Michaels Mount

Relikt aus vergangenen Tagen am St. Michaels Mount – bei Klöstern musste auchKorn gemahlen werden

Im Besucherzentrum auf dem St. Michaels Mount gibt es interessante Informationen

St Michaels Mount – das Herz eines Riesen?

Klöster auf St. Michael’s Mount

Ab etwa dem 8. Jahrhundert bis zum Ende des Hochmittelalters war die Insel Lage wechselnder klösterlicher Bebauungen.

1659 wurde es an Colonel John St Aubyn verkauft. Und im Besitz seiner Familie ist es im Grunde auch über 350 Jahre später noch. 1954 gab Francis Cecil St Aubyn jedoch einen Großteil von St Michael’s Mount an den National Trust, eine gemeinnützige Organisation, die in England, Wales und Nordirland Naturschutzgebiete und Denkmäler betreut. Hiermit ging auch ein großes Stiftungsvermögen einher. Im Gegenzug erhielt die Familie St Aubyn ein 999-jähriges Wohnrecht im Schloss, sowie die Lizenz, den Besucherzustrom der historischen Räumlichkeiten zu organisieren, was sie bis heute zusammen mit dem National Trust tut.

Das Schloss auf dem St. Michaels Mount

Das Schloss auf dem St. Michaels Mount

St. Michael’s Mount heute

So kann St. Michael’s Mount heute bequem besichtigt werden. Der Zugang ist über die stets aufwändig gut in Schuss gehaltene Zuwegung zu Fuß bei Ebbe möglich. Ein guter Teil der Gezeiteninsel ist frei zugänglich; für andere Teile, insbesondere das Schloss, soweit es zugänglich ist, ist Eintritt zu entrichten. Die Insel ist wirklich zauberhaft. Aber der schönste Blick finde ich, eröffnet sich eigentlich vom Festland aus auf die Insel. Noch schöner ist laut Fotos der Blick aus der Luft von der Seeseite, aber dazu gab es für mich leider keine Gelegenheit.

Blick in die Bucht von St. Michaels Mount

Blick in die Bucht von St. Michaels Mount

Cream Tea am St. Michael’s Mount

Wir haben im The Godolphin direkt neben der Zuwegung zum St. Michael’s Mount einen herrlichen Cream Tea genossen. Der Ausblick war wunderschön, der leckere Cream Tea (wir haben Kaffee genommen, hehe) mit Scones und Cornish Cream ein Gedicht. So ging es für uns gut gestärkt zu weiteren Entdeckungen in Penzance.

Cream Tea am Schloss St. Michael's Mount, Cornwall

Cream Tea am Schloss St. Michael’s Mount, Cornwall

Schloss St. Michael's Mount, Cornwall

Schloss St. Michael’s Mount, Cornwall

Das Meer am St. Michaels Mount

Das Meer am St. Michaels Mount

Wunderschönes Cornwall – 10 Gründe warum ich Englands Südwesten so liebe

By Posted on 10 4 m read

Mein wunderschönes Cornwall zeigt sich an jeder Ecke, die wir mit dem Auto, zu Fuß oder mit dem Fahrrad erkunden, immer wieder neu und immer wieder schön. Ich kann mich gar nicht sattsehen – und ich möchte euch zeigen, warum!

1. Die Landschaft – Cornwall, das sind sanfte grüne Hügel, steile Klippen, Schafe und Meer. Hier zeigt sich England von seiner schönsten Seite. Ich liebe es, stundenlang auf einem Stück der endlosen Küstenwanderwege in der Sonne zu wandern und mit jedem neuen Gatter, jeder neuen Mauer und jeder neuen Wendung den nächsten tollen Blick zu genießen. Endlose Blumenmeere, Palmen, sattes Grün und Bucht für Bucht ein kleiner Strand, der zum Verweilen einlädt.

St Mawes Castle bei Truro, wunderschönes Cornwall

Saint Mawes Castle bei Truro

2. Die Häuser – Ganz wunderschönes Cornwall, so scheint es, ist aus dem selben grauen und braunen Naturstein gebaut. Ich liebe dieses Material und kann mich gar nicht daran satt sehen. Ob Jahrhunderte alt oder jüngst gebaut, der Stein verliert wenig von seinem Reiz und strahlt auch bei Neubauten gleich das typische Cornwall-Feeling aus. Dazu kommen die vielen weiß getünchten Häuser und Mauern, oft sanft geschwungen und die steinern oder mit Reet gedeckten Dächer. Zum Träumen schön.

Ein Café in Boscastle, wunderschönes Cornwall

Ein Café in Boscastle, Cornwall

3. Das Klima – Bei Cornwall trifft der Golfstrom auf Europa und bringt ganzjährig warmes Wasser und damit ein gemäßigtes, relativ feuchtes Wetter. Es gibt zwar viel Regen, aber eben auch das ganze Jahr milde Temperaturen. Wir haben teils noch Anfang Oktober im zauberhaften Hotel Tresanton in St. Mawes direkt am Meer auf der Terrasse unser Frühstück genossen. In der Sonne, mit kurzen Ärmeln und ohne zu frösteln.

Café in Crantock bei Newquay, wunderschönes Cornwall

Café in Crantock bei Newquay, Cornwall

4. Die Menschen – Ich glaube, es liegt an den milden Temperaturen: Die Menschen im wunderschönen Cornwall sind viel gechillter als im Rest Englands. So wie sie es in den mediterranen Ländern im Vergleich zum Norden sind. Hier gehen die Uhren ein wenig langsamer, die Leute nehmen sich Zeit, auf ihr Gegenüber einzugehen. Es gibt freundliche Schwätzchen, immer wieder gute Tipps, was man sich anschauen sollte und einen guten, höflichen Umgang miteinander – ok, höflich sind die Engländer ja generell.

Küstenwanderweg im wunderschönen Cornwall

Küstenwanderweg in Cornwall

5. Das Alter – Wo immer wir uns an der Südküste Englands aufhalten und ganz besonders im Südwesten, in Devon und in Cornwall, haben wir auch Schritt und Tritt das Gefühl, durch lebende Geschichte zu spazieren. Die Kirchen sind Jahrhunderte alt, immer wieder finden sich Plaketten an den Häusern, die von ihrer Jahrhunderte dauernden Geschichte erzählen und jeder Gartenmauer, jedem Brunnen und jeder Dorfschenke sieht man ihr Alter an – vor Jahrzehnten und oft Jahrhunderten erbaut und von Generation zu Generation erhalten und gepflegt.

Blick von einem Küstenwanderweg im wunderschönen Cornwall

Küstenwanderweg in Cornwall

6. Die Strände – Wunderschönes Cornwall ist von Meer umgeben und hat eine Vielzahl kleiner und größerer Strände. Es gibt Steinstrand mit großen, harten Kieseln, Buchten voll von Trümmern “jüngst” herabgestürzter Felsen, aber auch viele sanfte Sandstrände, an denen es sich wunderschön relaxen, spazieren oder Surfen lässt. Ein Land nicht nur zum Wandern, sondern auch für den Strandurlaub.

Ein Inn in Crantock bei Newquay, Cornwall

Ein Inn in Crantock bei Newquay im wunderschönen Cornwall

7. Die Küche – Wunderschönes Cornwall hat eine schmackhafte Küche, naturgemäß stark auf Fisch und Milchprodukte gestützt. Ersteres, da Cornwall von Meer umgeben ist und Fischfang über Jahrhunderte die dominierende Einnahmequelle und auch Ernährungsgrundlage war. Letzteres, da der karge Boden sich nicht für viel Landwirtschaft eignet, aber dafür für Viehwirtschaft genutzt werden kann – Schafe und Kühe bestimmen noch heute weite Landstriche und die Milchwirtschaft ist trotz Bedeutungsverlustes bis heute noch ein wichtiger Faktor. So ist ein bekanntes Produkt der Gegend die Clotted Cream, eine wie Mascarpone schmeckende Creme aus lange geköchelter Milch, die in den Touristengebieten an jeder Ecke in Form von Cornish Cream Tea angeboten wird – Tee mit einem Scone, bestrichen mit Marmelade und oben auf mit Clotted Cream. Lecker! Cornish Cream bildet auch die Basis für Cornish Ice Cream und Cornish Fudge. Wer es herzhafter mag, greift zu den Pastenartigen Gerichten, wie den Cornish Pasties, dem Gericht für das Cornwall sicherlich am bekanntesten ist – und zu den Bieren aus einer der zahllosen Brauereien Cornwalls.

St Just's Church, St Just bei Truro, Cornwall

St Just’s Church, St Just bei Saint Mawes, Truro, in Cornwall

8. Die Gärten – Wie so viel im Süden Englands, gibt es auch in Cornwall zahlreiche, teils schon Generationen alte Gärten, die auch gerne Besuchern gezeigt werden und die zum Schlendern und Verweilen einladen. Hier habe ich ein schönes Beispiel, das gerade am Grenzfluss zwischen Devon und Cornwall liegt.

Ein Landhaus in Cornwall oder Devon

Forde Abbey in Dorset, das so auch 50 Meilen westlich in Cornwall oder Devon stehen könnte

9. Die Wanderungen – Rings um Cornwall und natürlich auch kreuz und quer hindurch ziehen sich hunderte Kilometer der schönsten Wanderwege. Wer mag, kann mehrerer Urlaube damit verbringen, die Küste per pedes zu erkunden, in beschaulichen Inns zu übernachten und die Tage mit Pausen an sandigen Stränden, mit leckerem Cream Tea und mit Mittagessen und abendlichem Bier in den Pubs der Küstenorte verbringen.

Sehenswürdigkeiten und Geheimtipps in Cornwall, Saint Mawes ,Südengland

Wunderschönes Saint Mawes in Cornwall, Südengland

10. Die Palmen – Cornwall hat so ein mildes Klima, dass hier sogar Palmen und viele weitere Mediterrane Pflanzen wachsen. Freunde des Mittelmeerraumes finden hier ein leicht herabgekühltes mediterranes Klima vor (man könnte auch sagen: ein angenehm mildes – wer schon mal in Südspanien oder in Marokko in der Sonne gebraten wurde, weiß, was ich meine…) Ich liebe diese Vegetation und das sanfte Grün, das aus dem mild-warmen Klima zusammen mit den reichlichen Niederschlägen entsteht.

Die 6 schönsten Ziele an der Südküste Englands

By Posted on 12 2 m read

Eine Woche lang haben wir die Südküste Englands erkundschaftet. Meine Highlights des Trips zeige ich euch in einer kleinen Reihe von Blogbeiträgen:

Trip an der Südküste Englands

Unsere Ziele an Englands Südküste – von Ost nach West: Folkestone, Rye, Weiymouth, Lyme Regis, Tavistock und St. Mawes

Folkstone – Küstenstadt mit entzückendem Hafen

Hafen der Küstenstadt Folkstone an der Südküste Englands

Hafen der Küstenstadt Folkstone

Folkestone – Sandy Beach

Folkestone bietet sich für alle, die mit der Fähre nach Großbritannien reisen an als Tor zu England: Gleich neben der Fähre gelegen, ist es bestens geeignet, um nach langer Autofahrt auf dem Festland und nach der anderthalbstündigen Überfahrt einen ersten Übernachtungspunkt einzulegen und die Sehenswürdigkeiten Folkestones kennen zu lernen.

Rye – Mittelalterliche Stadt mit bezaubernden Sträßchen

Malerische Mittelalterstadt Rye

Malerische Mittelalterstadt Rye

Rye ist ein kleines Schatzkästchen, lediglich eine gute Stunde Fahrt von Folkstone entfernt und direkt an der Küste. Wer von Folkestone aus einen Trip in das Seebad Hastings unernehmen und dort vielleicht gar eine Übernachtung einschieben möchte, sollte auf dem Weg Rye nicht links liegen lassen und das wunderschöne mittelalterliche Städtchen kennen lernen.

Weymouth – Party-Stadt an der Südküste Englands

Weymouth - Blick auf die Südküste Englands

Weymouth: Die schönsten Ziele in Südengland

Weymouth ist im Sommer die Stadt der Jugend, im Herbst die Stadt der Rentner. Einer der beliebtesten Urlaubsorte Englands, speziell der Südküste Englands, reiht sich hier Hotel an Hotel und B&B an B&B. Die lange, beleuchtete Strandpromenade lädt ein zu ausgedehnten Spaziergängen, die Stadt lockt mit Kneipen, Spielhöllen und Tanz.

Lyme Regis – Typisch englisches Hafenstädtchen

 

Ziele und Sehenswürdigeiten in Südengland

 

Wer ein typisch englisches Örtchen besuchen möchte, ist in Lyme Regis genau richtig. Der Ort zieht sich entlang eines Hangs, der abfällt hinunter zum Hafen mit dem “Cobb”, dem Hafenarm, der sicherlich der bekannteste Punkte von Lyme Regis ist.

Tavistock – Welterbestadt in Devon

Hotel Endsleigh

Hotel Endsleigh bei Tavistock in Devon

In Devons Kleinstadt Tavistock finden sich reiche geschichtliche Zeugnisse, von der Megalithzeit über die mittelalterliche Klosteranlage der Stadt bis heute. Auf dem Trip nach Cornwall definitiv einen Abstecher wert. Wir haben ganz in der Nähe in Hotel Endsleigh übernachtet, einem traumhaften Refugium, das sich der Duke of Bedford einst hat bauen lassen. Hier gibt es wundervolle Englische Gärten und wir haben edel diniert.

Kirche Tavistock

Kirche in Tavistock, Devon

St. Mawes – Perle an Cornwalls Küste

Hotel Tresanton in Cornwall mit tollem Blick über die Südküste Englands

Terrasse des Hotel Tresanton in St. Mawes

St. Mawes war das Ziel unserer Reise. Die kleine, bezaubernde Küstenstadt bietet alles für einen kleinen Küstenurlaub – einen winzigen Badestrand, beeindruckende Küstenlinie und Möglichkeiten für Wanderungen. Und unseren Hotelfavoriten dieses Urlaubs, das bezaubernde Meereshotel Tresanton.

Seit ihr schon mal nach Cornwall gefahren? Was sind eure Highlights in Englands Süden? Seit ihr eher auf der Suche nach Feiern und gutem Essen, oder zieht es euch zu den Zeugnissen der Vergangenheit?

Weitere Blogbeitäge: 10 Gründe sich in Carnwall zu verlieben.

 

Luxus und Naturerlebnis – Hotel Endsleigh in Devon

By Posted on 6 5 m read

Dornröschenschlaf in Englands Südwesten

Hotel Endsleigh Gartenansicht

Im Südwestlichen Ende Englands steht die Zeit still. Wir fahren über wenig befahrene Landstraßen und immer wieder halten wir an – die kleinen uralten Kirchen am Wegesrand, die kleinen alten Häuser und ehrwürdigen Landsitze sind immer wieder zu schön, um sie links liegen zu lassen. Die ganze Landschaft atmet den Geist einer alten Kulturlandschaft und es fällt in vielen Orten nicht schwer, sich vorzustellen, wie es vor 100 Jahren aussah: Genauso wie jetzt – ok, es gab noch weniger Autos. Im Übrigen zeigen sich uralte Gärten und Gemäuer, in denen die Zeit still stehengeblieben zu sein scheint.

Hotel Endsleigh Devon – idyllischer Traum im Grünen

Hotel Endsleigh Gartenansicht

Terrasse des Hotel Endsleigh

Am äußersten Ende Devons, direkt am Grenzflüsschen Tamar, liegt ein solcher alter Kunstgartens. Ein Herr Humphry Repton hat ihn vor 200 Jahren in 1814 angelegt und sine kleinen Wasserfälle, Teiche, Grotten, Zierbauten und Rundgänge bleiben bis heute. Inmitten dieses Gartens, seinerseits umgeben von idyllischer Landschaft mit Jagd- und Fischgründen, liegt Hotel Endsleigh. Nachdem wir uns von der letzten größeren Landstraße schon etwa zwei Meilen durch einen kleinen Hohlweg gewunden haben, führt die Hotelauffahrt noch einmal vielleicht einen Kilometer durch die Grünanlagen des Hotels. Kleine Schildchen bitten uns, nicht schneller als 10 Meilen zu fahren. Auf den gewundenen Wegen würde der Bremsweg sonst wohl schnell einmal an der Stoßstange eines etwaigen Gegenübers beginnen. Hier begegnet uns jedoch nie ein Auto. Dafür zahllose kleine bodenbrütende Vögel, es könnten Fasane sein, die links und rechts vor unserem Wagen davonstieben.

Hotel Endsleigh Ausblick

Terrasse des Hotel Endsleigh

Hotel Endsleigh - Seitenansicht

Hotel Endsleigh – Seitenansicht. Hier oben im ersten Stock lag unsere Suite

Ein Haus voll Geschichte

Ich muss an den 6. Duke of Bedfort denken. Er hat sich dieses Refugium 1811 bauen lassen. Ihm gehörte seinerzeit ein Drittel von ganz Devon – und er entschied sich für diesen Ort mit Hanglage in der Nähe des Flusses, weit schweifendem Blick und reichen Jagdgründen rings herum ganz am äußersten Rand seiner Besitzungen. Jenseits der Tamar beginnt Cornwall und das dortige warme, ja mediterrane Klima ist hier schon sehr zu spüren. Obwohl es schon Oktober ist, brauchen wir nie mehr als einen Pullover; in der Sonne lässt es sich problemlos im dünnen Hemdchen aushalten. Wir erreichen das Ende der geschlängelten Zufahrt und schlagartig liegt hinter der letzten Biegung das Hotel vor uns.

#Detail Hotel Endsleigh Wiese Hotel Endsleigh

Garten Hotel Endsleigh

Ein mächtiges Landhaus erstreckt sich hier. Das Auge läuft unruhig über die zahllosen Giebelchen und Erker – der Bau ist in Bogenform errichtet und wirkt irgendwie zerschachtelt. Ein Eindruck des Geheimnisvollen breitet sich in uns aus und wir freuen uns, dieses Haus zu erkunden. Doch sind wir hier überhaupt richtig? Das Navi führte uns hierher, an der Straße stand ein Wegweiser. Aber wir haben kein Hotelschild passiert und auch an dem Gebäude selber lässt keine Inschrift darauf schließen, wofür es genutzt wird. Die Autos auf dem Parkplatz, allesamt mit englischen Kennzeichen, zeigen uns, dass wir hier nicht allein sind. Aber nicht, dass wir in eine private Jagdgesellschaft platzen?

Hotel Endsleighs innere Werte

Blick aus der Suite im Hotel Endsleigh

Hotel Endsleigh Devon – Luxushotel in Milton Abbot Review

Wir wählen einfach die größte Eingangstür an der Forderseite und treten unmittelbar in ein behaglich eingerichtetes Kaminzimmer. Vielleicht doch ein privater Landsitz? Alles wirkt, als sei der Hausherr nur kurz ausgegangen und werde jederzeit zum Tee vor dem brennenden Kaminfeuer zurückerwartet. Als wir uns umsehen, werden wir freundlich gefragt, ob uns geholfen werden könne und so gelangen wir zur Rezeption. Unsere Suite liegt am äußersten Ende des Hauses. Bei insgesamt nur 14 Zimmern und vier Suiten ist der Begriff des äußersten Endes allerdings relativ zu sehen.

Höchste Qualität trifft traumhaftes Ambiente zum Wohlfühlen

Schreibtisch in der Suite im Hotel Endsleigh

Suite in Hotel Endsleigh

Unsere Suite in Hotel Endsleigh

Die beiden großen Zimmer sind behaglich eingerichtet und bieten eine traumhafte Aussicht. In diesem Landsitz hat man auch einfach keine Wahl: Egal, aus welchem Zimmer man auch schaut, überall erstreckt sich weites Grün. Die Räume sind wie das gesamte Hotel sehr behaglich eingerichtet. Als nämlich Hotelière Olga Polizzi 2004 das Haus mit seinem kleinen 44-Hektar-Vorgarten erwarb, gelang ihr der Spagat, sowohl große Teile der Einrichtung zu erhalten, aber zugleich nie das Gefühl von Verstaubtheit aufkommen zu lassen. Auch nicht von rücksichtsloser Modernität, wohlgemerkt. Nehmen wir einmal das Badezimmer: Die Ausstattung ist auf dem neuesten Stand der Technik und von höchster Qualität. Es wäre aber unmöglich, zu sagen, ob die Badewanne nun ein Jahr oder 20 Jahre alt ist – sie ist einfach Keramik in zeitloser Eleganz. Uns ist vollkommen klar, dass die Armaturen durchweg neu sind – sie wirken aber nicht zwingend so. Und so geht es weiter: Viele Einrichtungsgegenstände wie Sessel und Holztische sind augenscheinlich nicht neu, aber in tadellosem Zustand wie frisch aufgearbeitet aus einem Antiquitätenhandel eingetroffen.

Die Anlage: Hinter jeder Ecke versteckt sich eine Überraschung

Badewanne im Bad der Suite in Hotel Endsleigh

Sitzgelegenheit im Nebenraum der Suite in Hotel Endsleigh

Doch wir wollen uns nicht ewig auf unseren Zimmern aufhalten und so gehen wir hinunter, das Hotel Endsleigh zu erkunden. Hier folgt Raum auf Raum, die Gänge winkeln sich, hinter jeder Ecke wartet eine neue Überraschung, ein Überblick stellt sich nur langsam ein. Aber überall herrscht gemütliche Ruhe vor. Wir begegnen niemandem – der Tee wird gerade in einem Salon serviert – und auch später stets nur gelegentlich einem Gast: Bei der Größe des Hauses und der geringen Zahl an Gästezimmern sind einfach nicht viele Kunden hier, denen wir begegnen könnten. Das Haus scheint den Mitarbeitern zu gehören, die sich stets aufs Neue freundlich erkundigen, freudig Tipps und Hinweise geben. Wir reißen uns von den Betrachtungen des Interieurs los und verlassen das Hotel über eine Terrasse.

Hier können wir den direkt das Hotel umschließenden Teil des Gartens bewundern mit seinen Rosenbeeten, weitläufigen Wiesen und Sonnenliegen. Am Fuße des Hanges erspähen wir den Fluss und genießen es im Übrigen, durch den Garten zu schlendern und uns an der wunderschönen Anlage und dem Anblick des Hotels zu erfreuen.

Viel zu entdecken im Hotel Endsleigh

Blumen im Garten des Hotel Endsleigh

Sonnenuhr Blumen im Garten des Hotel Endsleigh

Gartenansicht Hotel Endsleigh

Die Zeit in Hotel Endsleigh wird nicht lang. Wer nicht gerade selber ein Freund des Angelsports ist, dem bietet das Hotel auch andere Zerstreuung. Massagen müssen 24 Stunden im Voraus gebucht werden, der Croquet-Rasen, Bibliothek, Badminton-Platz, Tischtennisplatte und Spiele stehen gleich zur Verfügung. Die Zimmer sind natürlich mit Fernseher, DVD-Spielern ausgestattet. Aber wir schalten während unseres gesamten England-Urlaubs keine Minute den Fernseher an, dafür gibt es viel zu viel zu entdecken. Wir nehmen uns auch  die Zeit, ein wenig die Umliegende Gegend zu erkunden. Das Hotel liegt am Rande des kleinen Ortes Milton Abbot. Uns wurde hier ein guter Pub empfohlen, uns zieht es aber direkt ins wenige Kilometer entfernte Tavistock. In der alten Klosterstadt gibt es viel zu erkunden. Und Dartmoor liegt nur wenige Kilometer weiter – Ausritte werden gerne durch das Hotel gebucht.

Wir haben auch Hotel Tresanton in Cornwall besucht – ein herrliche Küstenhotel in St. Mawes.

Rye – Sehenswürdigkeit im Südosten Englands

By Posted on 3 2 m read

Rye – mittelalterliches Städtchen voller Charme

Rye ist ein kleines Küstenörtchen ca. anderthalb Autostunden von Dover und unserem ersten Stop Folkestone entfernt. Wer diesen Ort besucht, taucht ein in das pulsierende Leben einer mittelalterlichen Küstenstadt – und das, obwohl nach tiefgreifenden Verlagerungen der Küstenlinie der Ort mittlerweile drei Kilometer von der Küste entfernt liegt. Der durchfließende Fluss änderte nämlich seinen Weg und als Resultat versandete der Hafen, der einst florierende Seeort geriet ins Binnenland. Wer durch den Ort flaniert, wird bezaubert sein von den zahllosen wunderschönen alten Häusern, dem Kopfsteinpflaster und den bis heute pulsierenden Einkaufssträßchen. Auch wir konnten uns hier nicht zurückhalten und haben ein wunderschönes, handgearbeitetes Sofakissten erstanden – eine schöne Erinnerung an unseren Urlaub. Zahlreiche weitere Shops laden zum Erkunden und Entdecken wärend des Stadtbummels ein.

Die Bewegte Vergangenheit von Rye

Der Mermaid’s Inn erinnert heute an die bewegte Vergangenheit des Ortes als Schmuggler-Hochburg. Im 18. und 19. Jahrhundert trieb hier eine große örtliche Schmugglerbande ihr Unwesen, der Mermaid’s Inn und andere Gebäude waren durch unterirdische Tunnel verbunden, die Versteckmöglichkeiten und Gelegenheit zur schnellen Flucht boten. Das Haus hat sich bis heute die Fassade eines Hauses aus der frühen Neuzeit bewahrt. Gegenüber liegt das House Opposite, gerade so hübsch wie der Mermaid’s Inn hat es der Legende nach seinen Namen daher, dass die nach dem Mermaid’s Inn Suchenden oft an die falsche Tür kamen und von hier an das “house opposite” verwiesen werden mussten.

Das "House Opposite" in Rye

Das “House Opposite” in Rye

Sehenswürdigkeiten – St. Mary’s Church

View of St. Mary's Church at the top of Lion Street, Rye UK

Rye, St. Mary’s Church, Sussex

Größte Sehenswürdigkeit des Ortes dürfte jedoch die St. Mary’s Church sein. Sie stammt aus dem 12. Jahrhundert und ihre Turmuhr wird als die älteste ganz Englands bezeichnet. Aber ganz ehrlich – für mich ist die eigentliche Sehenswürdigkeit der Ort als Ganzes. Dieses Miteinander alter Wohnhäuser, verwinkelter Straße und pulsierenden Lebens oder je nach Standort auch verschwiegener Pfade und still in der Sonne liegender Gärtchen und kleiner Parks machte unseren kurzen Besuch hier zu einem schönen Erlebnis. Schaut euch nur einmal das bezaubernde Kopfsteinpflaster an. Ein echter Absatzkiller, aber sehr atmosphärisch. Gleich nebenan ist ein:

Retro and old fashioned sweet shop mit sugar mice in Rye

Things to do – Tipps und Sehenswürdigkeiten in Folkestone

By Posted on 6 3 m read

Hier gebe ich ein paar schöne Tipps und Sehenswürdigkeiten in Folkestone – damit ihr das Tor zu Südengland richtig genießen könnt.

Folkestone – hervorragende Lage

Folkestone hat eine hervorragende Lage, die es super geeignet macht als Basis für einen Trip auf die Insel mit dem Auto. Wer nämlich aus Deutschland anreist, wird im Laufe des Morgens aufbrechen und je nach Ausgangsort, allgemeinem Verkehrsfluss und Pausen am mehr oder minder späten Nachmittag die Fähre nach England nehmen können. Nach anderthalb Stunden Überfahrt werden wohl die wenigsten noch Lust auf eine ausgedehnte Fahrt quer durch England haben – zumal die Umstellung auf Linksverkehr zunächst einmal doch etwas gewöhnungsbedürftig ist. Also heißt es, Station machen und sich ein schönes Quartier nahe des Ankunftsortes suchen.

Nachtleben in Folkestone

Wir haben uns für das kleine Folkestone entschieden. Das erste, woran ich bei der Küstenstadt Folkestone denke, ist definitv der Hafen: Hier bestand bis 2014 eine Eisenbahnlinie, die sich bis in den Hafenarm hinein erstreckte. Noch im zweiten Weltkrieg war dieser Arm Ausgangspunkt für zahllose Marinesoldaten, die an die Front verschifft wurden. Dieser Arm wurde nun umgestaltet, das ehemalige Bahnhofsgebäude wurde in eine Vielzahl kleiner Pubs umgebaut und das Ergebnis ist unbedingt einen Besuch wert, wenn man in Folkestone übernachtet. Wir haben unsere beiden Abende vor Ort zum Großteil hier verbracht. Besonders die schnuckelige Bar ganz am Ende des Armes im alten Leuchtturm hat es uns angetan. Aber auch die Reihe kleiner Pubs innerhalb des sehr gemütlichen ehemaligen kleinen, langgezogenen Bahnhofsgebäudes ist sehr zu empfehlen. Wir haben hier ein paar sehr leckere Cocktails genießen dürfen.

The Folkestone Harbour

The Folkestone Harbaour

Sehenswürdigkeiten in Folkestone

Darüber hinaus bietet die Stadt eine schöne, auf den Klippen gelegene Promenade, ein aktives Nachtleben und auch ein aktives Künstlerviertel. Besonders schön: Ein Spaziergang auf der dem Arm gegenüberliegenden Hafenseite entlang der Fischerboote, der kleinen Kneipen und hinauf auf den Hügel zum alten Fort des Ortes. Hier ist auch ein kleiner öffentlicher Golfplatz angelegt. Der Blick schweift die Küste entlang hinüber zu den Kreidefelsen von Dover und wer mag, spaziert auf einem kleinen Pfad hinunter zum Strand und den alten Befestigungsanlagen (ein Martello-Turm aus der Zeit der Napoleonischen Kriege – unseren ersten haben wir vor einigen Jahren im irischen Balbriggan gesehen). Wer Lust auf weitere Wanderungen hat, entscheidet sich, entweder dem Küstenpfad am Martello vorbei weiter entlang der Klippen und hin auf die schönen Kreidefelsen zu folgen. Oder er wendet sich von Folkestone aus in die entgegengesetzte Richtung. Hier lockt zunächst eine sehr schöne Promenade, auf der immer viel los ist. An deren Ende müsst ihr der sehr schön gebauten Zickzack-Treppe hinunter an den Strand folgen – oder ihr Beginnt euren Gang von vornherein, vom Hafen aus unten neben dem Strand. Der weitere Weg folgt hier einer sehr hübschen langgestreckten Grünanlage, dem Lower Leas Coastal Park, in der es sich mit richtig mediterranem Gefühl schlendern lässt.

Chummys Folkestone – Tipps where to eat

Wer übrigens nach seiner Fährankunft in Enland gleich zu Beginn seinen Heißhunger auf Fish and Chips stillen möchte, hat dazu direkt am Hafenbecken (sicherlich eine der schönsten Sehenswürdigkeiten in Folkestone) gute Gelegenheit. In der Harbour Fish Bar speißt es sich zwar nicht in sonderlich schönem Ambiente, aber der Fisch ist frisch, heiß und günstig.

Folkestone Art Festival

Sehenswürdigkeiten in Folkestone: Mortello - Folkestone is an Art School

Folkestone is an art school

Sehenswürdigkeiten in Folkestone: Ausstellungsstück Haus - Folkestone is an art school.

Things to do in Folkestone: Folkestone is an art school.

Während unseres Besuches hatten wir das Glück, gerade das alle drei Jahre stattfindende Folkestone Art Festival zu erwischen, das die Sehenswürdigkeiten in Folkestone mehrte. Die ganze Stadt war voller Kunstwerke und auch im Hafenbecken und die Küste entlang fanden sich viele schöne Exponate. So haben wir uns über dieses eigenartige Haus im Hafenbecken erst sehr gewundert – später sahen wir dann, dass in der Umgebung der Stadt noch mehr davon zu finden waren.