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Tag Archives Kultur

Städtetrip nach Basel: Claude Monet in der Fondation Beyeler

By Posted on 22 3 m read

Basel – ein Muss für Architekturfans

Fondation Beyeler © Stephan Schacher

Ein Städtetrip nach Basel lohnt sich immer: In diesem Mekka moderner Architektur mit seiner wunderschönen Altstadt, in der noch zahlreiche Bauten aus dem 15. Jahrhundert erhalten geblieben sind, werden sich alle Kenner und Freunde der Baukunst voll und ganz zuhause fühlen. Eine Attraktion ist natürlich das Basler Münster mit seiner Verbindung gotischen Stils mit der alten Romanik. Auch der Ackermannshof oder das Wildt’sche Haus sind sehenswert, aber bekannt ist Basel natürlich vor allem für seine moderne Architektur.

In den 80er und 90er Jahren sind hier moderne Bürobauten international renommierter Architekten wie Herzog & de Meuron (bekannt für Bauten wie die Elbphilharmonie, Erweiterung der Tate Modern, Allianz-Arena oder das “Vogelnest”, das Pekinger Nationalstadion von den Olympischen Spielen 2008) entstanden. Werke von neun Träger des größten Architekture-Preises, des Pritzker-Preises, finden sich in Basel. Wer Rotterdam oder Düsseldorf mag, wird Basel lieben. Und wer nach langen Besichtigungs-Streifzügen müde von seinen Erkundungen ist, lässt den Tag entspannt in einem der vielen großartigen Restaurants der Stadt kulinarisch ausklingen. Und Basel lässt sich sehr angenehm besichtigen! Die Stadt am Rhein verfügt nämlich über ein angenehm mildes, fast schon mediterranes Klima. So lässt sich z.B. auch der Zoo Basel, der größte Tiergarten der Schweiz, sehr angenehm besuchen.

Basel – Zentrum der Kunst

Monet – In der Barke, 1887 © RMN-Grand Palais (Musée d Orsay) Hervé Lewandowski

 

© Kunstmuseum Basel Julian Salinas

Und nicht umsonst gilt Basel als die Kulturhauptstadt der Schweiz: Mit der “Art Basel” findet eine der weltweit wichtigsten Kunstmessen jährlich in Basel stadt. Die Museumsdichte mit fast 40 Museen ist weltweit einzigartig, die Sammlungen sind von hohem Rang und immer wieder gibt es auch hochkarätige Sonderausstellungen zu sehen. So auch aktuell die Sonderausstellung “Monet” in der Fondation Beyeler. Das meistbesuchte Kunstmuseum der Schweiz wird 20 Jahre alt und diese Ausstellung wird das Highlight des Ausstellungsjahres 2017: Vom 22. Januar bis zum 28. Mai 2017 gilt es hier den großen Impressionisten zu bestaunen.

Monet und die Impressionisten

 

Tinguely Brunnen © Basel Tourismus

Monet ist einer der frühesten und gekanntesten Impressionisten. Sein Werk “Impression, Soleil levant” gab sogar der ganzen Bewegung der Impressionisten und ihrem Malstil mit seiner flirrenden, lichtfassenden Malweise ihren Namen. Besonders sein großes Opus an Gemälden der Seerosen in dem Teich in seinem Garten in Giverny ist bekannt. Nach Monets Tod wurden sie zunächst wenig geschätzt, die ausstellende Orangerie in Paris war wenig besucht. Dies änderte sich allerdings Mitte des vergangenen Jahrhunderts deutlich, als Hunderte Künstler aus den Vereinigten Staaten nach Paris reisten und Monets Werk verstärkte Beachtung fand. Gerade auch eine Ausstellung 1949 in Basel trug zur Bekanntheit bei.

Die Fondation Beyeler vereint 62 Monets zur Sonderausstellung

Ich selber hatte das große Vergnügen, Monets Gemälde im Musée d’Orsay und der Orangerie zu sehen. Sehr angetan hat es mir dabei die Serie der “Kathedrale von Rouen”. Hier zeigte Monet seine Idee, ein und dasselbe Motiv zu unterschiedlichen Tageszeiten zu malen und so das Spiel des Lichtes im Tageslauf zu zeigen. Fünf der insgesamt 33 Gemälde umfassenden Serie waren im Musée d’Orsay zu sehen. Eines befindet sich auch in der Fondation Beyeler. 62 Werke Monets werden jetzt in der aktuellen großen Sonderausstellung in der Fondation Beyeler aus Museen weltweit, wie dem Musée d’Orsay in Paris oder dem Metropolitan Museum in New York zusammengeführt.

Auch das Umfeld lohnt

Rathaus © Armin Smailovic

Wer noch etwas Zeit mitbringt, sollte auch die nähere Umgebung der Stadt erkunden: Basel liegt im Dreiländereck, in dem sich Deutschland, Frankreich und die Schweiz treffen. Hier gibt es vielfältige Ausflugsmöglichkeiten: Zürich, Bern, der Bodensee Freiburg oder auch Straßburg sind nur kurze Autofahrten entfernt. Auch der Kanton Basel-Landschaft ist touristisch bestens erschlossen.

Landestelle © Basel Tourismus

Also: Mit oder ohne Monet – beim nächsten Urlaub in der Schweiz sollte Basel nicht fehlen!

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Frischverführt im HAUM – Neueröffnung des Herzog Anton Ulrich Museum Braunschweig

By Posted on 13 3 m read

Frischverführt im HAUM? Ja, ich habe mich verführen lassen! Im HAUM und vom HAUM. Das Herzog Anton Ulrich Museum ist wohl eines der sinnlichsten der deutschen Museen. Es rührt, berührt und verführt. Und nach jahrelanger Schließung strahlt es vollkommen neu gestaltet und in frischem Glanz.

HAUM – Spiel der Emotionen

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Ich steuere direkt auf Rembrandts Familienbild zu. Schön zu erkennen: Die farbliche Raumgestaltung im HAUM, hier blau, grün und rot.

 

Das Herzog Anton Ulrich Museum trägt nicht umsonst den Namen seines wichtigsten Sammlers: Er war es, der mit brennender Kunstliebe zusammentrug, was ihn am meisten interessierte: Werke, in denen Leidenschaft und Emotion am deutlichsten hervortreten. Das prägt die Sammlung bis heute. Und die neue Ordnung besonders der Gemälde im frisch renovierten Bau zeigt dies ganz deutlich. Die neue Dauerausstellung spricht den Besucher in ihrer Zusammenstellung nämlich im Herzen an, weniger im Kopf. So ist einer der zentralen Säle um Rembrandts berühmtes Familienbild der Familie in unterschiedlichen Formen gewidmet. Der Besucher sieht ringsum themenbezogen die Gemälde verschiedenster Künstler, die sich der Familie, besonders natürlich der heiligen Familie, widmen.

Rembrandt - Familienbild im HAUM

Rembrandt – Familienbild im HAUM

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So geht Familie auch: Cornelis de Vos – Familienbild im HAUM

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Cornelis de Vos – Familienbild im HAUM

 

Das Mädchen mit dem Weinglas - Vermeer im HAUM

Jan Vermeer – “Das Mädchen mit dem Weinglas” im HAUM

Zwei Schritte vorher setzt ein seitlicher Saal ein, der gruppiert um Vermeers “Das Mädchen mit dem Weinglas” das Thema der Verführung spielt. Ringsum wiegt das Spiel zart kaum verhüllter Körper, der Lust und kecker Avancen. Emotion desgleichen in den weiteren Räumen: Es wird gestorben (so in Fiorentinos “Sterbende Kleopatra” oder Pretis “Tod der Dido”), gemordet (in Rubens “Judith mit dem Haupt des Holofernes”) und gerafft (de Vos’ “Allegorie der Vergänglichkeit”).

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Rosso Fiorentino – “Sterbende Kleopatra” im HAUM

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Mattia Preti – “Tod der Dido” im HAUM

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Hans von Aachen – “Die drei Grazien” im HAUM

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HAUM – Spiel der Farben

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Neben dem Herzen dringt das HAUM dem Besucher bei Eintritt auch direkt in den Seenerv: Kahle, weiße Wände wird der Gast in der Gemäldesammlung vergebens suchen. Die hohen Wände (in den zentralen Räumen zweistöckig) sind mit spezial angefertigten, farblich exakt abgestimmter textiler Bespannung versehen, die die alten Meister ganz besonders zum leuchten bringt. Besonders fällt dies auf in einem Raum mit goldgegründeten Andachtstafeln auf kobaltblauer Bespannung. Der Hintergrund bringt die aufgebrachten Gemälde erst richtig zum Leuchten. Einzige Ausnahme ist der oben genannte Vermeer, dessen Kombination aus rotem Kleid, blauem Tischtuch und gelbem Obst nur auf Taubengrau so recht zur Geltung kommt.

HAUM – Sammlung der Neuzeit

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Die Malerei ist sicherlich mein Liebling im HAUM, doch findet sich im renovierten Bau natürlich auch so manches andere. So sind im zweiten Stock Porzellan, Möbel und Skulpturen zu sehen. Lediglich an der winzigen Sammlung von Textilien strebe ich mit leichtem Schauder schnell vorbei. Nennt mich einen Banausen, aber ich finde hierzu einfach keinen Zugang. Ich denke zurück an eine Ausstellung in der Kunsthalle Bielefeld, die sich ausschließlich der textilen Kunst widmete. So schnell habe ich ein Museum noch nie wieder verlassen.

Nicht so im HAUM. Unser Aufenthalt von zwei Stunden reicht allenfalls aus, eine grobe Orientierung zu gewinnen. Doch ich kann schon sagen: Es lohnt sich, hier mehr Zeit einzuplanen. Auch für Abwechslung wird gesorgt, so im bewusst als krassem Gegensatz zur übrigen Ausstellung gestalteten Raum zur “Intervention” junger Kunst, in dem derzeit Wolfgang Petrick im Wunderspiegel den Ground Zero thematisiert. Zumal im neugestalteten Museum auch mehr Raum für Sonderausstellungen vorgesehen ist. So wie vermutlich um die 700 weitere Museen in Deutschland wird auch das HAUM sich nächstes Jahr den 500 Jahren Reformation widmen und 2017 “Im Aufbruch – Reformation 1517 – 1617” zeigen. Es bleibt also spannend im Herzog Anton Ulrich Museum in Braunschweig. Frei nach dem neuen Motto:

Verführung garantiert!

Unser Gruppenbild von der Bloggerreise:

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Ein großes Dankeschön an das Herzog Anton Ulrich Museum für die private Führung und an das Stadtmarketing Braunschweig! Ulli schreibt auf Zypresse unterwegs von ihrer Stadtführung in Braunschweig. Jessy von Life Style Check berichtet in ihrem Beitrag von der Verführung zum Staunen.

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Frischverführt – Die Bloggergruppe vor Vermeers “Das Mädchen mit dem Weinglas”

Alltagsmenschen zu Gast in Wiedenbrück

By Posted on 8 1 m read

Da haben wir nicht schlecht gestaunt: Beim Bummel durch Wiedenbrück begegneten uns an jeder Ecke, auf vielen öffentlichen Plätzen, ja selbst in einem Café lebensgroße Figuren ganz alltäglicher Menschen – aus Beton. Diese Figuren sind nicht überdurchschnittlich schön oder gut gekleidet, sie haben keine besonders tolle Figur und auch ihre ehrlichen Runzeln im Gesicht. Es sind eben völlig alltägliche Menschen, etwas außer der aktuellen Mode gekleidet und in vielen alltäglichen aber auch humorvollen Positionen verharrt.

So begegnen sie uns beim Plausch, essen etwas im Café oder posieren für ein Erinnerungsfoto.

Christel Lechners Alltagsmenschen begrüßen nun schon im elften Jahr zu Dutzenden interessierte Besucher in Wiedenbrücks ohnehin wunderschöner Altstadt.

Alltagsmenschen: Impressionen in Bildern

Christel-Lechners-figuren-menschen-wiedenbrück-fressenDas grosse Fressen

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Hamburger Paar

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Tanz in den Morgen

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Der Lesende mit Erika

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Wiedenbrücker Original

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Schützengruppe 2009 “Horrido”

horrido-schützentruppe-christel-lechners-wiedenbrückPeter mit Heidi und Klara

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Fotogruppe

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Wie lässt sich Perfektion in Worte fassen?

By Posted on 13 2 m read

Es ist der Traum jedes Klavierspielers ein Stück von Rachmaninow zu spielen. Seine Klavierkompositionen erfodern brillante Technik, schnelle Finger und vor allem große Hände. Es gibt wenige Ausnahmen, die sich an die Werke wagen, monatelang am Stück feilen und seine Kompositionen mit ihrer Interpretation das Publikum verblüffen.

Rachmaninow, Synphoniekonzert

Boris Berezovsky – der Konzertpianist stand am Wochenende mit den Bielefelder Philhamonikern auf der Bühne und spielte das bekannte Klavierkonzert Nr. 3 in d-moll, op. 30 von Rachmaninow.

„Rach 3“ ist ein dreisätziges Konzert bestehend aus den Sätzen

Allegro ma non tanto

Intermezzo – Adagio

Finale: Alla Breve

Es ist für mich unvorstellbar mit welcher Leichtigkeit seine Hände über die Klaviatur rauschten . Wie von selbst und mit einer Einfachheit lieferte er eine grandiose Interpretation. Jeder Ton war perfekt und die einfache Melodie aus den ersten Takten bann mich bis zum Ende. Tobender Applaus brachte uns noch eine kleine Zugabe ein!

Zitat aus dem Programmheft:

„Was ich versuche zu tun, wenn ich meine Musik niederschreibe, ist auf einfache und direkte Weise auszudrücken, was ich in meinem Herzen fühle, während ich komponiere. – Rachmaninows Reflexion eines jahrzehntelangen Schaffens bringt bestens auf den Punkt, was seine Musik ist und vor allem, wie sie wirkt: emotional, verständlich, groß! Die 1940 komponierten Symphonischen Tänze gelten als Opus ultimum, sind Ausdruck der Einsamkeit, Verzweiflung und Schwermut, aber auch Erinnerung an ein russisches Leben, welches der Künstler seit 1917 in seinem amerikanischen Exil teils schmerzlich vermisste. Ein Rückblick, gespickt mit Reminiszenzen an vergangene Klänge und Komponisten, der final den Sieg des Glaubens über den Tod verkündet – und sich somit von der Melancholie (zumindest in Teilen) befreit. Das drei Jahrzehnte zuvor entstandene Klavierkonzert Nr. 3 scheint auf den ersten Blick traditionell, verpflichtet sich der großen russischen Klavierschule und gehört zweifelsohne zu den wahren Höhenpunkten dieser Kunstform – formal und inhaltlich geschlossen, kontrastierend zwischen russischen, erdigen Weiten und bravourösen Entwicklungen. „

Programmheft Bielefelder Philharmoniker

Es ist meine Leidenschaft zur klassischen Musik, die mich immer wieder in Klavierkonzerte führt. Vielleicht finde ich die Zeit mich ans Klavier zu setzen und ein Rachmaninoff-Prélude einzuüben. Die Voraussetzug steht zu Hause und wartet: Das Klavier.

Ibach Klavier

Rachmaninow: Ich werde dich hassen…

Rachmaninow Prelude

…lieben, wenn ich mit dir fertig bin!

Eure Alex.