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Frischverführt im HAUM – Neueröffnung des Herzog Anton Ulrich Museum Braunschweig

By Posted on 13 3 m read

Frischverführt im HAUM? Ja, ich habe mich verführen lassen! Im HAUM und vom HAUM. Das Herzog Anton Ulrich Museum ist wohl eines der sinnlichsten der deutschen Museen. Es rührt, berührt und verführt. Und nach jahrelanger Schließung strahlt es vollkommen neu gestaltet und in frischem Glanz.

HAUM – Spiel der Emotionen

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Ich steuere direkt auf Rembrandts Familienbild zu. Schön zu erkennen: Die farbliche Raumgestaltung im HAUM, hier blau, grün und rot.

 

Das Herzog Anton Ulrich Museum trägt nicht umsonst den Namen seines wichtigsten Sammlers: Er war es, der mit brennender Kunstliebe zusammentrug, was ihn am meisten interessierte: Werke, in denen Leidenschaft und Emotion am deutlichsten hervortreten. Das prägt die Sammlung bis heute. Und die neue Ordnung besonders der Gemälde im frisch renovierten Bau zeigt dies ganz deutlich. Die neue Dauerausstellung spricht den Besucher in ihrer Zusammenstellung nämlich im Herzen an, weniger im Kopf. So ist einer der zentralen Säle um Rembrandts berühmtes Familienbild der Familie in unterschiedlichen Formen gewidmet. Der Besucher sieht ringsum themenbezogen die Gemälde verschiedenster Künstler, die sich der Familie, besonders natürlich der heiligen Familie, widmen.

Rembrandt - Familienbild im HAUM

Rembrandt – Familienbild im HAUM

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So geht Familie auch: Cornelis de Vos – Familienbild im HAUM

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Cornelis de Vos – Familienbild im HAUM

 

Das Mädchen mit dem Weinglas - Vermeer im HAUM

Jan Vermeer – „Das Mädchen mit dem Weinglas“ im HAUM

Zwei Schritte vorher setzt ein seitlicher Saal ein, der gruppiert um Vermeers „Das Mädchen mit dem Weinglas“ das Thema der Verführung spielt. Ringsum wiegt das Spiel zart kaum verhüllter Körper, der Lust und kecker Avancen. Emotion desgleichen in den weiteren Räumen: Es wird gestorben (so in Fiorentinos „Sterbende Kleopatra“ oder Pretis „Tod der Dido“), gemordet (in Rubens „Judith mit dem Haupt des Holofernes“) und gerafft (de Vos‘ „Allegorie der Vergänglichkeit“).

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Rosso Fiorentino – „Sterbende Kleopatra“ im HAUM

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Mattia Preti – „Tod der Dido“ im HAUM

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Hans von Aachen – „Die drei Grazien“ im HAUM

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HAUM – Spiel der Farben

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Neben dem Herzen dringt das HAUM dem Besucher bei Eintritt auch direkt in den Seenerv: Kahle, weiße Wände wird der Gast in der Gemäldesammlung vergebens suchen. Die hohen Wände (in den zentralen Räumen zweistöckig) sind mit spezial angefertigten, farblich exakt abgestimmter textiler Bespannung versehen, die die alten Meister ganz besonders zum leuchten bringt. Besonders fällt dies auf in einem Raum mit goldgegründeten Andachtstafeln auf kobaltblauer Bespannung. Der Hintergrund bringt die aufgebrachten Gemälde erst richtig zum Leuchten. Einzige Ausnahme ist der oben genannte Vermeer, dessen Kombination aus rotem Kleid, blauem Tischtuch und gelbem Obst nur auf Taubengrau so recht zur Geltung kommt.

HAUM – Sammlung der Neuzeit

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Die Malerei ist sicherlich mein Liebling im HAUM, doch findet sich im renovierten Bau natürlich auch so manches andere. So sind im zweiten Stock Porzellan, Möbel und Skulpturen zu sehen. Lediglich an der winzigen Sammlung von Textilien strebe ich mit leichtem Schauder schnell vorbei. Nennt mich einen Banausen, aber ich finde hierzu einfach keinen Zugang. Ich denke zurück an eine Ausstellung in der Kunsthalle Bielefeld, die sich ausschließlich der textilen Kunst widmete. So schnell habe ich ein Museum noch nie wieder verlassen.

Nicht so im HAUM. Unser Aufenthalt von zwei Stunden reicht allenfalls aus, eine grobe Orientierung zu gewinnen. Doch ich kann schon sagen: Es lohnt sich, hier mehr Zeit einzuplanen. Auch für Abwechslung wird gesorgt, so im bewusst als krassem Gegensatz zur übrigen Ausstellung gestalteten Raum zur „Intervention“ junger Kunst, in dem derzeit Wolfgang Petrick im Wunderspiegel den Ground Zero thematisiert. Zumal im neugestalteten Museum auch mehr Raum für Sonderausstellungen vorgesehen ist. So wie vermutlich um die 700 weitere Museen in Deutschland wird auch das HAUM sich nächstes Jahr den 500 Jahren Reformation widmen und 2017 „Im Aufbruch – Reformation 1517 – 1617“ zeigen. Es bleibt also spannend im Herzog Anton Ulrich Museum in Braunschweig. Frei nach dem neuen Motto:

Verführung garantiert!

Unser Gruppenbild von der Bloggerreise:

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Ein großes Dankeschön an das Herzog Anton Ulrich Museum für die private Führung und an das Stadtmarketing Braunschweig! Ulli schreibt auf Zypresse unterwegs von ihrer Stadtführung in Braunschweig. Jessy von Life Style Check berichtet in ihrem Beitrag von der Verführung zum Staunen.

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Frischverführt – Die Bloggergruppe vor Vermeers „Das Mädchen mit dem Weinglas“

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Rundgang durch den Stiftsbezirk St. Gallen

By Posted on 7 3 m read

Ein kleiner Spaziergang durch den Stiftsbezirk St. Gallen und seine Umgebung.

St. Gallen – eine Stadt mit Geschichte

Eine halbe Stunde Autofahrt südlich des Bodensees liegt das bezaubernde St. Gallen. Seine Anfänge liegen weit zurück im 7. Jahrhundert. Durch eine wechselvolle Geschichte im Bodenseebund, später in der schweizerischen Eidgenossenschaft und mit schwierigen Spannungen zwischen den Religionsgruppen hat es die Stadt heute zur mit 75.000 Einwohnern achtgrößten Stadt der Schweiz gebracht. Sie ist Zentrum der Ostschweiz und Sitz zweier nationaler sowie einiger regionaler Banken. Und hier gibt es die international renommierte Universität St. Gallen.

Von Bielefeld nach St. Gallen: Ein beschwerliches Abenteuer

Die Anreise aus Ostwestfalen war beschwerlich: Zwei Stunden Zugreise bis Düsseldorf und Flug nach Zürich. Immerhin: Vom Flughafen Zürich fährt ein IC direkt bis St. Gallen. pünktlich. Nun soll uns ein Rundgang vom Bahnhof aus durch das Zentrum von St. Gallen in den Stiftsbezirk zur bekannten Stiftskirche und dem UNESCO-Weltkulturerbe Stiftsbibliothek führen.

Bankenviertel St. Gallen

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Stadtlounge „Roter Platz“ St. Gallen

Einige hundert Meter oberhalb des Bahnhofs liegt schon das Bankenviertel. Hier sitzt die Raiffeisen, eine der größten Banken der Schweiz. Auch die Kantonalbank findet sich hier. Die Stadtlounge, auch der „Rote Platz“ genannt ist vollständig mit Kunststoff überzogen – eine Kreation von Pipilotti Rist.

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Mutergasse St. Gallen

Durch Vadianstraße und Mutergasse geht es in den Stiftsbezirk St. Gallen zum Dom der Stadt, der Stiftskirche. Das zugehörige Galluskloster war über dunkle Jahrhunderte hinweg ein Brennpunkt abendländischer Wissenschaft.

Stiftsbezirk St. Gallen

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Wirtschaft zur Alten Post – vis à vis der Stiftskirche St. Gallen

Gegenüber des Doms trinken wir gemütlich eine Kaffee und essen ein „Gipfeli“ – so heißen hier charmant Schweizerisch die Croissants.

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Stiftskirche St. Gallen

Der Blick auf die Stiftskirche ist großartig. Wir sitzen hier im Stiftsbezirk St. Gallen inmitten eines UNESCO Weltkulturerbes.

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Innenansicht der Stiftskirche St. Gallen

Im Inneren ist die Kirche wirklich prachtvoll mit barockem Innenraum. Uns fällt auf, dass hier sehr viel Türkies verwendet wurde.

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Gallusplatz im Stiftsbezirk St. Gallen

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Gallusplatz im Stiftsbezirk St. Gallen

Vor der Kirche im Stiftsbezirk St. Gallen liegt der Gallusplatz. Ist er nicht wunderschön? Namensgebend ist übrigens der irische Mönch Gallus, der hier seine Eremitage gründete. Nun gehen wir in die Stitsbibliothek. Sorry, hier dürfen wir leider nicht fotografieren. Aber lasst euch gesagt sein, der Lesesaal ist die Wucht! In dieser Bibliothek liegt das älteste bekannte deutschsprachige Buch. Habt ihr eine Idee, welches es ist? Außerdem steht hier die Mumie der Schepenese. Warum sie wohl so heißt? Ihre Nase scheint gar nicht so schief…

An der Stiftsbibliothek St. Gallen

An der Stiftsbibliothek St. Gallen

Neben der Stiftsbibliothek lässt es sich in der Sonne trotz niedriger Lufttemperatur noch schön aushalten.

Die Steinach am unteren ende der Mühleggschlucht, direkt neben dem Gallusplatz im Stiftsbezirk St. Gallen. Einige Meter weiter verschwindet sie in einer Verrohrung unter der Stadt. Links die Talstation der Mühleggbahn.

Die Steinach am unteren Ende der Mühleggschlucht, direkt neben dem Gallusplatz im Stiftsbezirk St. Gallen. Links die Talstation der Mühleggbahn.

Oberhalb des Gallusplatz fließt die Steinach und verschwindet hier in unterirdescher Verrohrung, um die Stadt zu unterqueren. Hier startet die Mühleggbahn, eine Zahnradbahn, die in Minuten hier aus der Altstadt heraus hinauf zum grünen Naherholungsgebiet Drei Weieren fährt.

Hotels in St. Gallen

Zur Übernachtung bietet sich das sehr hübsche Hotel zum Dom an. Hier arbeiten zahlreiche Menschen mit Beeinträchtigung, auch in der Ausbildung, und es gibt ein gutes Frühstück. Wer günstig wohnen möchte (und mit günstig meine ich um die 100 Fränkli pro Nacht für eine Person), nimmt die Pizzeria Schwanen gegenüber. Wer es gern etwas luxuriöser mag, nächtigt am Bahnhof im Walhalla oder dem Metropol oder doch gleich in der ersten Adresse am Platze, dem Hotel Einstein.

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5 verrückte Sehenswürdigkeiten in Bielefeld

By Posted on 8 3 m read

Verrückte Sehenswürdigkeiten in Bielefeld: Ich habe fünf besonders charmante Skurrilitäten aus Puddingtown zusammengetragen. Habt ihr noch schräge Lieblings-Spots? Ich freue mich auf Tipps von euch, was ihr noch für abgefahrene Orte in der Stadt am Teuto kennt!

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Zum Fürchten: Das Horrorhaus

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Alle Jahre wieder kriegen die Autofahrer an Bielefelds Talbrückenstraße am Obersee einen gehörigen Schreck: Ein ganz normales Wohnhaus wird von seinen Besitzern alljährlich in ein Horrorhaus verwandelt. Ein Hobby, das Jahr für Jahr extremere Formen annimmt: Der Vorgarten wird zum Friedhof, es hängen Macheten, abgehackte Hände und natürlich bergeweise Spinnweben am Haus. Am besten zu sehen kurz vor Halloween und in den Tagen danach. Traut ihr euch in der Dämmerung dort hin? Übrigens: auch 2016 gibt es hier wieder neue Gruseligkeiten zu bestaunen und etwa eine Woche vor Halloween soll es wieder in voller Pracht zu sehen sein.

Unterirdisch: Bielefelds vergrabenes Kamel

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Begrabenes junges Kamel an der Bielefelder Kunsthalle

Sicherlich eine der verrücktesten Sehenswürdigkeiten in Bielefeld: Eine unglaublich skurrile Kunstinstallation findet sich im Garten der Bielefelder Kunsthalle: Der Schweizer Künstler Not Vital hat hier unter dem Titel „Junges Kamel, der Erde übergeben“ ein drei Monate altes, von Touareg geschlachtetes, ausgestopftes Kamel eingegraben. Hiervon ist jetzt allerdings nichts mehr zu sehen – nur eine Plakette auf dem Rasen kündet vom Schicksal des versunkenen Wüstenschiffes. Wir mussten selber eine Weile suchen, bis wir diese Skurrilität fanden. Für das Kamel und ihre Hilfe bei seinen Projekten bekamen die Touareg von Vital eine Tonne Spaghetti. Der Mann scheint nicht gut auf Kamele zu sprechen zu sein: Gegen eine Mauer in der Kunsthalle warf er 300 Gips-Abgüsse eines Kamelkopfes…

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Verrückte Sehenswürdigkeit: Der Stein der Steuerzahler

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Stein der Steuerzahler in Bielefeld

117 Tonnen schwer und 4,20 Meter hoch. So schwer und groß ist der Stein, den die Steuerzahler in Bielefeld zu tragen haben. Vor 200.000 Jahren wurde der Findling in der Eiszeit durch Gletscher hierhergeschoben. Nun stellt er als „Stein der Steuerzahler“ ein Monument gegen öffentliche Geldverschwendung dar. Warum, lest ihr vor Ort (Straße Am Wellbach) an der Plakette des Steines. Aber bitte den Stein nicht heimlich einstecken!

Gibt’s doch nicht: Strandbar in Bielefeld

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Wie wäre es mit Cocktails und Chillen im Liegestuhl auf Sand – und das mitten in Bielefeld? Gibt’s nicht? Doch, das gibt es: Im Santa Maria, einer Strandbar auf dem Parkhaus neben der „Orangenkiste“, mitten in Bielefelds Innenstadt und ganz in der Nähe des Ostwestfalendamms. Bei dem Mangel an Seen oder Flüssen in Bielefeld und Umgebung ein super Ort, um Sommerabende zu genießen! Steigt Puddingtown aufs Dach!

Fesselnd: Eingesperrt im Hotel

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Ihr seit eingesperrt in einem kleinen Raum und habt genau eine Stunde um herauszufinden, was mit euch passiert ist und wie ihr wieder entkommen könnt. Klingt gruselig? Ist es auch – und zugleich ein lustiges Spiel. Bei der Escape Hunt Experience an der Eckendorfer Straße 4 könnt ihr das in kleinen Gruppen einmal ausprobieren! Fröhliches Fliehen!

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Also – kennt ihr noch Kuriositäten in Teuto-Town, die ich vergessen habe? Oder schöne Punkte in der Umgebung? Ich freue mich über Kommentare!

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Hoteltipps für ein Wochenende in Amsterdam

By Posted on 12 2 m read

Was bei Hotels in Amsterdam zu beachten ist

amsterdam-ziele-tipps-geheimtipps-travelblog-1Hoteltipps in Amsterdam sind nicht leicht: Unterkünfte in Amsterdam sind unglaublich teuer. Bei früheren Aufenthalten haben wir uns hier noch etwas zurückgehalten, um das Urlaubsbudget nicht allzu sehr zu strapazieren. Dieses mal sollten es doch zumindest drei Sterne sein. Wobei ich die Erfahrung gemacht habe, dass man bei Unterkünften in Amsterdam immer gefühlt einen halben Stern abziehen muss. Die Häuser hier sind in der Regel alt und oft für unser heutiges Empfinden sehr eng, die Treppen halsbrecherisch steil. So wunderschön zu übernachten wie wir es neulich in einer zum Hotel ausgebauten Kirche samt Kloster in den südlichen Niederlanden taten, wäre hier schon arg teuer (vielleicht im Hotel Arena? Ich habe es noch nicht ausprobiert, aber die Fotos sehen toll aus). Dafür belohnen den Gast in Amsterdam immer wieder schöner Stuck, hübsche Fassaden und auch eine für heutigen Standard unglaubliche Raumhöhe.

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Hoteltipps: Das Iron Horse Amsterdam

So war es denn auch im Iron Horse. Das Haus liegt an der Straße Overtoom, in unmittelbarer Nähe zur Leidseplein. Damit ist die Innenstadt gemütlich fußläufig erreichbar und das Amüsierviertel an der Leidseplein ist nur ein dreimaliges Stolpern entfernt. In Overtoom hatte ich vor Jahren schon einmal im Hotel Abba übernachtet. Dies ist eher für den schmaleren Geldbeutel empfehlenswert, hat aber ein gutes Frühstück. Das Iron Horse bietet eine angenehme Nachtruhe. Der wachsame Portier und ein Schließsystem am Eingang hält unerwünschte Gäste aus den Straßen fern. Die Zimmer sind mit hübschen wandfüllenden Pferdefotografien verziert und samt den Bädern frisch renoviert. Für mich war auch die Nespresso-Maschine auf dem Zimmer sehr wichtig, die mir jeden Morgen das Aufstehen erleichterte, sodass ich den Weg zum kostenlosen Kaffeevollautomaten in der Lobby mit seinen wirklich leckeren Kreationen schaffen konnte, bevor es zum Frühstück in die Cafés der Stadt ging.

Ausgehtipps in Amsterdam – Club & Bar

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Meine beiden Abende vor Ort verbrachte ich in der Bierfabrik, Kitchen & Bar Van Rijn und dem Escape. Die Bierfabrik bietet eine gute Auswahl des namensgebenden Kaltgetränks mit dem Highlight dass in einigen Tischen eigene Zapfanlagen installiert sind. Das Van Rijn beeindruckt durch hervorragenden Service und sein wunderschönes Design, insbesondere einen sehr hübschen Tresenbereich. Das Escape wird auf vielen Listen mit Ausgehtipps zu den zehn besten Clubs der Stadt gezählt. Nun, ich kenne die sonstige Auswahl in dieser Richtung nicht, aber das Escape war wirklich lustig, besonders hat mir der Saxophonist gefallen, der den ganzen Abend live zur elektronischen Tanzmusik gespielt hat.

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Tagsüber ging es kreuz und quer durch die Stadt und wir genossen die vielen schönen kleinen Bars am Rande der Altstadt und die unzähligen Grachten, an denen es sich trefflich entlangschlendern lässt.

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Ein sündiger Genuss: Bosch by Night Walking Dinner

Letzten Samstag verbrachten wir unter Dämonen und Fabelwesen: Bevor wir nach Breda fuhren, um dort in der Kirche zu übernachten, wandelten wir in s’Hertogenbosch auf den Spuren des berühmten Renaissance-Malers Hieronymus Bosch.

Hieronymus Bosch: Bizarre Gemälde aus s‘Hertogenbosch

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Seine Bilder sind gefüllt mit bizarren Gestalten: Da sind Hybride aus Mensch und Tier, wahre menschenfressende Monster und leidende Geschöpfe. Zu seinem 500ten Todestag widmet seine Heimatstadt s’Hertogenbosch ihrem berühmten Sohn zahlreiche über die Stadt verstreute Statuetten, spezielle Touristenangebote wie thematische Bootsfahrten, und immer wieder besondere Veranstaltungen. Jetzt stand die Lichtshow „Bosch by Night“ auf dem Programm, doch dazu gleich mehr.

Bosch by Night Walking Dinner – im Zeichen der Sieben Todsünden

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Aperitif in Lux – Bosch by Night Walking Dinner

Erst einmal konnten wir uns nach der (gar nicht so langen) Anreise bei einem WalkingDinner im Zeichen der Sieben Todsünden stärken. Sieben Todsünden… Geht’s nicht auch eine Nummer kleiner?! Ich fürchte nicht! Auf dem Menü standen IRA (der Zorn), SUPERBIA (die Eitelkeit), GULA (die Gefräßigkeit) und LUXURIA (die Lust):

Voll Zorn zum Bosch by Night Walking Dinner

Los ging es mit einem gepflegten Zorn direkt an der Hotelbar. Mein Mann brauchte bei der Ankunft ewig, um sich „die Nase zu pudern“ und wir verpassten die Busabfahrt – da passte dieser kleine Appetizer IRA recht gut zu meiner Stimmung…

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Zorn weicht Eitelkeit

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So fuhren wir mit Öffis in die Stadt. Zum Glück hatte sich eine Gruppe Ortskundiger, die im selben Hotel übernachteten und auch zum Walking Dinner wollten, ebenfalls verspätet. So gingen wir gemeinsam. Im wunderbaren Szenelokal LUX wich der Zorn, als mir der Spiegel vorgehalten wurde: Die Austern-Vorspeise SUPERBIA wurde in einem Salzbett auf einem Spiegel als Teller serviert.

Höhepunkt des Walking Dinner in Bosch

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Nun folgten zwei Höhepunkte aufeinander: Der lukullische Höhepunkt war die Hauptspeise GULA im Golden Tulip Hotel Central. Dieses Restaurant ist vom renommierten Restaurantführer, dem Gault Millau, mit einer Kochmütze (ähnlich einem Stern vom Michelin) ausgezeichnet worden. GULA stellte sich heraus als ein Allerlei aus etlichen kleinen Tiegeln, durch den Kellner (mit Bosch-Krawatte) am Tisch präsentiert und aufgelegt. Der optische Höhepunkt war Bosch by Night:

Eine wunderschöne Lightshow

Lightshow - Walking Dinner in s'Hertogenbosch

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Lightshow – Walking Dinner in s’Hertogenbosch

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Auf einem zentralen Platz der Stadt gab es eine Lightshow, in der auf den Fassaden der Gebäude bunt und effektvoll eine Geschichte erzählt wurde. Wir kennen das schon von der tollen {Lichtshow bei den Bielefelder Nachtansichten}Link diesen Sommer, aber wir waren wieder hellauf begeistert.

Ein süßer Abschluss des Bosch by Night WalkingDinner

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Zu guter Letzt ging es zum Dessert LUXURIA in die Allerlei-Visserij: Hier gab es ein leckeres Zitronen-Sorbet aus dem Glas. So fuhren wir randvoll mit Impressionen und leckeren Genüssen wieder zurück ins Hotel.

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Luxus im ehemaligen Nonnenkloster: Hotel Nassau in Breda

Wer als Urlauber nach langer Anreise das erste Mal in Breda in Brabant im Süden der Niederlande spazieren geht, kann hierfür gut die Fahrradstraße Nieuweweg wählen, die dem idyllischen Kanal rings um die mittelalterlich geprägten Kleinstadt folgt. Hierbei wird ihm vielleicht eine schöne gotische Kirche neben dem Kanal auffallen. Ein hübsches Bauwerk, an dem allerdings ein Detail irritiert: Hotel Nassau steht oben an der Fassade. Unser Sparziergänger mag zunächst an Sponsoring der unterfinanzierten Kirchengemeinde denken, aber tatsächlich ist der Schriftzug zutreffend und das historische Kirchengebäude Teil eines wirklich außergewöhnlichen Hotels.

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Dieses erstreckt sich über drei zu einem ehemaligen Kloster gehörige Stadthäuser, die zu einem Ensemble verbunden wurden. Nach außen verrät wenig, das hinter der historischen Fassade ein modernes Hotelgebäude höchsten Standards steckt. So ist allen Fenstern ihre ursprüngliche Verglasung gelassen worden, von innen wurde aber eine dezente zweite Verglasung aufgebracht, die die historischen Elemente voll zur Geltung kommen lässt, aber gleichzeitig vollkommen den aktuellen Standards entspricht. Augenfällig wird dies im baulichen Höhepunkt des Hotels, der eingangs erwähnten integrierten Kirche. Die Innenverglasung lässt den Blick frei auf die Kirchenfenster fallen. Das hohe Kirchenschiff mit seinem Kreuzgewölbe dient heute als Veranstaltungssaal, etwa ein Drittel ist abgetrennt und dient in der oberen Hälfte als stimmungsvoller Frühstückssaal. Wir überlegen beim Frühstück kurz, zum angebotenen Schaumwein zu greifen – wann hat man schon mal die Gelegenheit, in der Kirche Alkohol zu trinken?!

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Hotel Nassau in Breda: sündiger Teil der Autograph Collection

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Das Hotel Nassau in Breda spielt fein mit dem Thema Sünde und Religiosität. So hängt in unserem Zimmer ein großes Foto einer leicht verrucht geschminkten Nonne, die Toiletten des Restaurants sind per Piktogramm Priester und Nonne zugeordnet und die Wasserflasche im Zimmer ist als Holy Water (Weihwasser) gekennzeichnet. Im Erdgeschoss finden sich in der hübschen Lobby mit ihrem royalblauen Sitzmobiliar sogar zwei Kniebänke samt Bibel. Das Buch Mormon konnten wir übrigens nicht finden – ungewöhnlich für ein Haus der Marriott-Kette, deren Gründer Mormonen waren. Aber auch sonst findet sich wenig, das auf die Zugehörigkeit zur Kette hinweist. Tatsächlich ist das Nassau Teil der Autograph Collection, in der Marriott weltweit ca. drei Prozent seiner Häuser bündelt, die Teil der Fünf-Sterne-Kategorie sind und sich durch ihre Besonderheit und Ungewöhnlichkeit abheben.

The only difference between the saint and the sinner is that every saint has a past, and every sinner has a future.

(Oscar Wilde)

Fine Dining im Restaurant Liefdegesticht

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Liefdegesticht – Das Restaurant im Lusuxhotel Nassau in Breda

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Wenn wir uns auch an den schönen Räumlichkeiten des Luxushotels kaum sattsehen können, so sättigen wir uns mit Vergnügen im Hotel-Restaurant „Liefdegesticht“. Es bietet beste Küche mit Blick auf den Kanal. Aus zum Gebet erhobenen irdenen Händen nascht der Gast die typisch niederländischen Stroopwafels. Gut gestärkt geht es dann auf in die Altstadt: Das Hotel liegt direkt an der Innenstadt und bietet einen guten Ausgangspunkt zur Erkundung des schönen Bredas, zum Beispiel zur jährlichen Kulturnacht BrabantNacht.

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